2025 Osteuropa · Rumänien

Deutsch-Weißkirch und Burg Rupea

Gestern Abend hat mein Handy plötzlich eine Alarmmeldung abgegeben,  die kein Test war.  In der Stadt, in der wir uns befinden, wurde ein Bär gesichtet.  Eine Meldung,  die bei uns nicht häufig vorkommt… Hier leben über 5000 Bären, insofern kommt es wohl immer mal vor,  dass man sich begegnet.  Einen sehen würden wir ja auch gerne.  Am liebsten aber aus dem Womo heraus.  Da sie bis ca. 45 km/h rennen können,  wird es selbst mit dem E-Bike schwierig, abzuhauen…

Unser erstes Ziel hieß heute Deutsch-Weißkirch,  ein Ort mit einer Kirchenburg,  der unter UNESCO Weltkulturerbe steht und wo immer noch 34 Deutsche leben.  Da der ganze Ort Weltkulturerbe ist,  wird einiges dafür getan,  dass er sich hält.  Selbst König Charles hat hier einen Hof gekauft und vermietet das Haus wohl. 

An einem Parkplatz haben wir gehalten und sind einen Fußweg entlang von Pferdekoppeln und Gärten ins Dorf gelaufen.  Gut,  dass wir unsere Wanderschuhe an hatten,  denn hier stand noch ordentlich Wasser und es war teilweise ganz schön matschig.  Auch dieses Dorf ist wieder so aufgebaut,  dass die schmalen Seiten der Wohnhäuser zur Straße hin zeigen und dann länglich in den Hof gebaut sind.  Hinten schließt eine Scheune an, dann die Hauswand des Nachbarn. Und der Eingang in den Hof ist mit einem Tor versehen. So hatte man seinen Hof gegen wilde Tiere abgesichert.

Oben an der Burg angekommen,  waren wir wieder erstaunt,  wie anders diese aussieht und aufgebaut ist. 

Die Kirche wird heute noch von den hier lebenden Deutschen genutzt.  In den Räumen in der Burgmauer war eine Ausstellung über das frühere Leben. 

Man konnte wieder auf den Turm hoch klettern und hatte eine phantastische Aussicht auf die grünen Hügel um uns herum und das Dorf.  

Als wir zurück am Womo waren,  waren wir einmal durchgeschwitzt. Heute waren es 27 Grad und durch die feuchten Böden war es unheimlich schwül. 

Andi ist nochmal Drohne geflogen,  bevor es weiter zur nächsten Burg in Rupea ging. 

Rumänien ist echt so ein Jungending. So viele Burgen wie in den letzten 10 Tagen haben wir noch nie besucht… Was immer fair ist,  sind die Eintrittspreise. Die meisten kosten 3 Euro und dafür werden sie in Ordnung gehalten.  Hier sind uns dann auch wieder die Schulklassen begegnet,  die mit den Bussen hergebracht werden,  einmal schreiend durch rennen und dann wieder fahren. 

Für uns ging es durch traumhafte Landschaft noch ca 1,5 Stunden weiter in Richtung Bran.

Im Hintergrund sind die schneebedeckten Berge aufgetaucht und wir sind an heftigen Überschwemmungen entlang gefahren.  Hier sind so ziemlich alle Flüsse übergetreten und haben die Felder überschwemmt.

Unser heutiges Ziel war ein Campingplatz in der Nähe von Schloss Bran, dem berühmten Dracula Schloss.  Er heißt Heaven Camping und ist echt toll.  Total ruhig in einem gepflegten Garten. 

Unser Grill kam mal wieder zum Einsatz und die Temperaturen waren angenehm,  so dass man es gut aushalten konnte und sogar noch eine Ladung Wäsche trocknen konnte.