2025 Osteuropa · Rumänien

Die Schlammvulkane von Berca

Gestern Abend sind wir ja noch hier angekommen und klar war,  dass wir heute nicht weiter fahren.  Daher haben wir ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt.  Wir fühlen uns hier wie bei Herr der Ringe.  Wir sitzen im Auenland beim Frühstück,  umgeben von tollen grünen Hügeln.  Und besuchen werden wir heute wenige Meter entfernt die einzigen Schlammvulkane auf dem europäischen Festland. Wir werden also nach Mordor reisen.  Die Schlammvulkane sind der Tatsache geschuldet, daß Rumänien in einer Zone großer seismischer Aktivität liegt und es auch immer wieder zu kleineren Erdbeben kommt.  Sie befördern keine Lava, sondern Wasser,  Gas und Sendiment an die Oberfläche.

Vom Campingplatz geht ein Fußweg durch tolle Blumenwiesen zu einem der Schlammfelder.

Man zahlt 0,80 Euro Eintritt und steht plötzlich auf einem großen braunen Feld,  auf dem man komische blubbernde Geräusche hört. 

Und dann steht man auch schon vor einem blubbernden Loch,  aus dem Schlamm hoch spritzt.  Und konnten dann auch eigentlich erst greifen,  wie groß  das Gebiet hier ist. 

Überall hat es geblubbert und man konnte anhand der Farbunterschiede sehen, wo frische Aktivität stattfindet. 

Man hat sich echt wie in Mordor gefühlt und passend dazu kam eine große dunkle Wolke.

Wir sind auf dem Gelände herum gelaufen und haben die unterschiedlichen Blubberbecken begutachtet. 

Als die Sonne wieder heraus kam,  hat Andi die Drohne heraus geholt. 

Ich habe die Chance für ein paar sonnige Aufnahmen genutzt,  denn im Hintergrund wurde es richtig dunkel und es hat ordentlich gedonnert.

Wir sind zurück zum Womo und haben auf der anderen Seite auf einem Berg das 2. Schlammgebiet liegen sehen. Den restlichen Tag war es bedeckt und es hat immer wieder geregnet,  bis gegen 19 Uhr die Sonne wieder heraus kam. 

Also sind wir nochmal los gezogen und haben die Blubberbecken weiter erforscht. 

Das tolle hier ist,  dass man sich frei bewegen kann und nicht nur auf befestigten Wegen laufen darf. 

Überall kann man hoch und runter kraxeln und es ist kaum sonst noch jemand da. 

Es war heute total schön,  sich mal wieder in der Natur und nicht nur in Burgen und Schlössern zu bewegen. 

Wir sind bis zum Sonnenuntergang geblieben und Andi hat die Drohne nochmal steigen lassen und wir waren nur fasziniert. Dichter liegen Auenland und Mordor wohl nirgends beieinander.