Um 7 Uhr sind wir heute früh auf eine 3stündige Bootstour ins Donaudelta gestartet. Wir wurden am Campingplatz abgeholt und in den nahe gelegenen Hafen gebracht. Dort sind wir in ein kleines Boot gestiegen und über unzählige Flussläufe und Seen gefahren. Mal mit voll Speed, mal sehr gemächlich durch Ortschaften, die nur per Boot zu erreichen sind und mal durch dichtes Schilf, um Vögel und Nester zu finden.

Um die Uhrzeit waren wir das einzige Boot, was einfach nur toll war. Die Sonne stand noch recht niedrig und hat die Landschaft in ein schönes Licht getaucht. Und dann haben wir die ersten Pelikane gesehen, die auf einer Sandbank standen.

Am Ufer standen unzählige Graureiher und Kormorane. Wir haben den See Isaccel erreicht, wo eine große Gruppe Pelikane gemeinsam Fische gejagt hat.

Sie waren dicht an dicht in einer Gruppe und haben gleichzeitig die Schnäbel ins Wasser und die Hintern in die Höhe gestreckt, was wir so noch nie gesehen haben.

Unser Guide hat das Boot am Rande des Sees ins Schilf gesteuert und wir haben verschiedene Nester gesehen.

Auf der anderen Seite vom Schilf sind wir in einem Meer von gelben Seerosen heraus gekommen. Auf den Blättern saßen überall Frösche und Schnecken.

Der nächste See war voller weißer Seerosen, die fast noch schöner aussahen, da sie deutlich größere Blüten hatten.

Durch das Schilf ging es zurück in den ersten See, wo mittlerweile mehr Boote lagen. Die Touren unterscheiden sich wohl immer je nach Wasserstand. Da es die letzten Wochen so viel geregnet hat, ist dieser sehr hoch und bietet daher mehr Möglichkeiten. Außerdem hatten wir heute wohl sehr viel Glück, dass wir so viele Pelikane gesehen haben. Auf manchen Touren bzw. an manchen Tagen finden sich wohl gar keine.

Zurück im Hafen standen mal wieder mehrere Schulklassen an Land und haben gewartet, in Boote verladen zu werden und eine Tour zu machen.

Zurück am Campingplatz haben wir uns aufs Frühstück gefreut und den restlichen Tag gechillt. Vor allem der Pool war eine Wohltat und bei den Temperaturen herrlich erfrischend.
Andi ist noch eine Runde geflogen und zu Abend haben wir mit dem beiden Münchnern gegessen, mit denen wir heute früh die Tour gemacht haben.

Und dann kam heute noch die tolle Nachricht, dass die beiden Bergpässe, die wir so gerne fahren wollen, seit heute geöffnet haben. Daher geht es für uns morgen ans Schwarze Meer und dann über Bukarest weiter in die Berge.

