2025 Osteuropa · Rumänien

Die Transalpina

Heute früh haben wir noch mit ein paar Schweizern nett geplaudert,  etwas eingekauft und sind dann in Richtung der Transalpina aufgebrochen. 

Ehrlicherweise waren wir von  der Transfagarasan noch so geflasht, dass es irgendwie kaum noch zu übertreffen war.  Erst sind wir noch einige Kilometer südlich der Berge entlang gefahren,  bevor es rechts auf die Transalpina ab ging.

Die Passstraße ist komplett anders. Sie schraubt sich von Süden her kommend viel schneller und steiler den Berg hinauf.  Nach einigen Kilometern kommt man an einer Plattform raus,  von wo aus man den Skiort Ranca am Berg liegen sieht. 

Und hier ist der Unterschied zur Transfaragasan.  Diese Straße hier schlängelt sich gefühlt von einem Berg zum nächsten und es ging immer neue Serpentinen hoch und runter.  Der höchste Punkt hat unser Navi mit 2144 m angegeben. 

Aber über 2000 m fährt man auf einigen Kilometern.  Andi hat uns fast die komplette Zeit mit der Drohne verfolgt,  ist zum Gipfelkreuz geflogen und hat die Akkus leer geflogen. 

So wie in den letzten beiden Tagen,  ist er flugtechnisch noch nie auf seine Kosten gekommen.  Über Kilometer bin ich gefahren,  Andi saß auf dem Beifahrersitz und hat uns mit der Drohne verfolgt.  Wir hatten vor der Fahrt immer mal ein Bild mit engen Serpentinen gesehen,  tatsächlich gibt es hier aber mehrere von den Stellen. 

Wir waren echt auch von dieser Straße fasziniert.  Als wir oben an einer Art Rastplatz angekommen sind,  haben wir eine kurze Pause gemacht  und das Panorama in alle Richtungen bewundert. 

Hier oben waren mehrere Händler,  die ihre Waren angeboten haben und kleinere Restaurants.  Auch ein paar Womos standen bereit,  die Nacht hier zu verbringen. 

Kurz darüber nachgedacht haben wir auch,  haben aber den nächsten  Campingplatz angesteuert.  Dieser lag ca 1 Stunde Fahrt im Tal.  Zuerst ging es durch dichte Nadelwälder, wie wir sie selten zuvor gesehen haben. 

Ab einer gewissen Höhe ging der Wald in Laubwald über und wir waren fasziniert von dieser noch unberührten Natur.  Leider haben wir heute keinen einzigen Bären gesehen,  aber unser Soll sollte auch erfüllt sein. Die Straße ist allgemein in deutlich besserem Zustand als die Transfagarasan.  Der Teer ist durchgängig super und man muss kaum auf Schlaglöcher achten.  Unterwegs haben wir noch leichtes Nervenkitzel gehabt.  Wir sind entlang eines tollen Sees gefahren und Andi wollte uns noch einmal mit der Drohne verfolgen. 

Leider hat diese die Verbindung verloren und ist auf Ihren Startpunkt zurück gekehrt.  3 km hinter uns  direkt auf der Straße.  Ich habe verzweifelt einen Punkt gesucht,  wo ich das 7,20 m lange Womo  wenden kann und bin im Affentempo zurück geheizt. Uns kamen ein paar Motorradfahrer entgegen und wir haben gehofft,  dass keiner drüber gefahren ist. Unsere Nerven waren am Ende.  Und dann kamen wir um eine Kurve und sie saß unversehrt auf der Straße.  Wir hatten beide so einen Puls… Wir haben beschlossen,  dass es für heute mit Fliegen reicht und sind weiter zum Campingplatz gefahren. Dabei sind wir durch Gegenden gefahren,  die total an Kanada erinnern. Am Campingplatz angekommen, wurde vor 3 Tagen ein neues Bistro eröffnet und wir haben eine rumänische Spezialität, die Mici heißt und die an Cevapcici erinnert,  gegessen. 

Sehr lecker.  Zur Begrüßung am Platz gab es einen Schnaps,  den wir nach dem Nervenkitzel gut gebrauchen konnten.  Wir sind wieder völlig begeistert und geflasht von diesem Tag und dieser unglaublichen Natur.