Heute haben wir die Berge verlassen, mal wieder getankt und auch ADBlue bekommen und sind dann über die Autobahn nach Turda gefahren. Autobahn fahren war nach den vielen Kurven der letzten Tage richtig erholsam. Unser erstes Ziel ist heute die Salina Turda, ein riesiges Salzbergwerk. Und daher geht es nach den 2000 Höhenmetern gestern heute 120 m unter die Erde. Da es dort unten 10-12 Grad sein sollen, haben wir einen dicken Pulli bzw. Jacke angezogen. Wir haben vor den offiziellen Parkplätze gratis geparkt und los ging es. Man geht einige Treppen hinunter, dann durch einen langen Gang und kommt dann an eine Stelle, wo man sich zwischen einem Glasfahrstuhl oder Treppenhaus entscheiden muss. Da am Fahrstuhl so viel los war, haben wir uns für die Treppen entschieden. Unterhalb der Decke läuft entlang einer riesigen Halle ein Balkon, auf dem man zu einem mehrstöckigen Treppenhaus läuft.

Von innen her schallt Stimmengewirr und Kindergeschrei, denn unter uns ist eine riesige Halle.

Wer bei uns schon mal im Bergwerk Merkers war und dort vielleicht auch ein Konzert besucht hat, ist beeindruckt. Hier unten steht ein Riesenrad, man kann Minigolf oder Billard spielen und ein Kinderspielplatz ist gut besucht.

Tischtennis wird gespielt und es ist total surreal. Man kann von dieser Ebene noch in einen anderen, viel tiefer liegenden Bereich schauen und sieht dort einen See, auf dem Boote paddeln.

Durch ein weiteres Treppenhaus gelangt man zu dem See nach unten. Hier fühlt man sich fast wie in einem Science Fiction Film. Holzgebilde mit einer dicken Salzkruste laden zum Verweilen ein und tatsächlich merkt man auch mittlerweile das Salz auf sich.

Mit dem Aufzug sind wir wieder in die Haupthalle zurück gefahren. Die Größe hier ist echt beeindruckend. Das noch vorhandene Salz reicht wohl, um die gesamte Erde für 60 weitere Jahre mit Salz zu versorgen. Ganz oben unter der Decke ist die Zahl 1857 in das Salz gezeichnet. Damals hat man dort oben angefangen, es abzubauen. Tatsächlich wird der erste Abbau auf das Jahr 1075 datiert.

Am Fahrstuhl war wieder viel los, so dass wir beschlossen haben, wieder hoch zu laufen. Im Treppenhaus war in jeder Etage angegeben, in welchem Jahr sie wie tief abgebaut haben. Unglaublich, dass es bald 200 Jahre her ist. In der oberen Etage wurden die Werkzeuge von damals ausgestellt.

Als wir zurück am Parkplatz waren, haben wir wieder unsere kurzen Klamotten angezogen und sind zum nächsten Highlight hier in der Gegend gefahren. Kurz vorher liegt ein Campingplatz und der hatte für heute noch einen Platz frei. Morgen früh müssen wir um 9 Uhr weiter fahren, da er 150 Leute erwartet und eine Firma seinen Platz zum Teambuilding gebucht hat. Also haben wir uns nur kurz ausgeruht, haben die Wanderschuhe raus geholt und los ging es in die Schlucht von Turda.

Kontrastreicher könnte es an einem Tag nicht sein. Während in der Salzmine Stimmengewirr war, wurden wir hier von rauschenden Bäumen und Wasserplätschern empfangen.

Über tolle Waldwege sind wir in die Schlucht gelaufen.

Dabei mussten wir immer wieder kleine Brücken überqueren, die mal mehr und mal weniger vertrauenserweckend waren.

Immer wieder haben die Bäume Blicke auf die Felsen um uns herum frei gegeben.

Und mit einem Mal hat sich die Schlucht geöffnet und Wiesen haben uns wieder empfangen.

Andi hat die Drohne heraus geholt und das ganze nochmal von oben begutachtet, bevor wir zurück gelaufen sind und am Campingplatz den Grill raus geholt haben. Mittlerweile war es 19 Uhr und wir hatten Hunger.

