2025 Osteuropa · Ungarn

Auf Wiedersehen Rumänien

Gestern Abend haben wir Brainstorming gemacht,  wie unsere Reise weiter gehen soll.  Die Hauptziele in Rumänien haben wir gesehen.  Es ständen im Norden noch ein paar Kirchen an.  Deshalb aber 5-6 Stunden dorthin zu reisen,  macht für uns keinen Sinn.  Außerdem hatten wir uns vorgenommen,  nicht wieder auf der Heimfahrt 3 Tage am Stück nur zu fahren.  Und würden wir gerne nochmal irgendwo ein paar Tage am Stück bleiben,  da wir ja fast täglich den Platz gewechselt haben in den letzten 3 Wochen. Und so haben wir beschlossen, heute schweren Herzens das Land zu verlassen. 

Eigentlich hatten wir ursprünglich vor,  durch die Slowakei zurück zu fahren und dort noch einige Ziele anzusteuern.  Durch unsere Tage anfangs am Plattensee macht es für uns aber keinen Sinn,  durch das Land durch zu heizen.  Das wird wohl nochmal ein anderer Urlaub.  Wir haben daher einen Campingplatz in Budapest angefragt,  wohin es von hier aus ca 6 Stunden sind. Und so sind wir heute früh in Richtung Ungarn gestartet. Unser Navi wollte uns in mittlerweile gewohnter Manier mal wieder auf eine noch nicht eröffnete Autobahn führen und der Endeffekt war,  dass wir dadurch in der 2. größten Stadt Rumäniens in einem Stau gelandet sind…

In Oradea haben wir noch unser Leergut weg gebracht und unser restliches Geld im Supermarkt und an der Tankstelle ausgegeben und dann ging es über die Grenze.  In Ungarn muss man auch Maut zahlen und wir dachten,  wir holen uns eine Vignette an der Grenze.  Aber plötzlich waren wir in Ungarn auf einer nagelneuen Autobahn und da waren keine Stände,  die uns eine Vignette verkauft hätten.  Also haben wir am Standstreifen gehalten und uns online schnell eine Vignette gekauft.  Und ca 100 m weiter haben uns die Kameras erfasst und wir hätten eine Strafe bekommen.  Glück gehabt.

Die ersten Kilometer in Ungarn waren wir fast alleine auf der Autobahn.  Je mehr wir aber ins Land gekommen sind,  umso mehr hat der Verkehr zugenommen.  Und dann hat uns Andi mal wieder eiskalt durch den Großstadtverkehr von Budapest gelotst.  Unglaublich,  wie entspannt er dabei ist,  während ich am Beifahrersitz vor Aufregung sterbe. Bei knapp unter 30 Grad haben wir unseren Stellplatz mitten in der Stadt bezogen und uns erstmal ein bisschen ausgeruht.  Gott sei Dank ging ein angenehmer Wind,  so dass es noch auszuhalten war.  Nicht zu vergleichen mit dem aufgeheizten Beton letzte Woche in Bukarest. 

Am frühen Abend sind wir zur Donau gelaufen und entlang des Ufers in Richtung Innenstadt. 

Am Ufer standen überall Menschen in der Schlange und wir haben vermutet,  dass sie eine Bootstour machen wollen.  Wir haben überlegt, die Tour auf morgen zu verschieben,  bis wir einen Anleger ohne Schlange und mit Abfahrt 5 Minuten später gesehen haben.  Wir haben gezahlt,  sind auf ein recht leeres Schiff gekommen und haben die Tour auf der Donau total genossen.

Für einen ersten Überblick war das perfekt.  Ich war vor vielen Jahren schon mal hier und die Erinnerungen kamen wieder. 

Nach der Tour waren wir noch etwas essen und sind dann mit einem Bolt nach einem langen Tag zurück zum Campingplatz.