Unser Wecker morgens arbeitet sich langsam zu Weckzeiten, die man im Urlaub eigentlich nicht haben will. Aber: wir sind nicht hier, um am Pool zu liegen, sondern etwas zu sehen. Heute früh hatte Andi keine Wahl, denn nach dem Frühstück haben wir mit unserem Gepäck unsere Unterkunft verlassen und sind gen Westen gefahren. Unser Ziel ist der Tarangire Nationalpark, der für seine Affenbrotbäume und Elefanten bekannt ist. Taran bedeutet Fluss, Gire Warzenschwein. Unser Guide hat uns vor der Abfahrt eine kurze Erklärung des Parks gegeben.

Die Straße war super ausgebaut und wir sind deutlich besser vorangekommen als die letzten Tage durch Arusha.

Das erste Mal haben wir das Volk der Massai gesehen. Sie bauen auf dem Land kleine zwei Zimmer Hütten. In dem einen Zimmer lebt die Frau mit den Kindern, in dem anderen der Vater. Die Männer dürfen mehrere Frauen haben, jede Frau hat dann ihre eigene Hütte. Der Mann schläft immer mal woanders.

Die Kinder werden nicht zur Schule geschickt, da die Angst besteht, die eigene Kultur zu verlieren. Die Massai sind gut an ihrer Kleidung zu erkennen, da diese sich große Tücher über werfen. Die Frauen haben rasierte Haare und müssen ihren Männern Respekt zeigen. Sie haben keinerlei Rechte. Schlimm, dass es heutzutage noch so etwas gibt.

Je weiter wir aufs Land gekommen sind, umso mehr Müll lag am Straßenrand rum. Seit einigen Jahren versucht die Regierung dies zu reduzieren, indem sie Plastiktüten verboten hat. Vermutlich spielt das Thema Bildung hier aber auch eine Rolle, denn wenn man nicht zur Schule geht kann es nicht besser werden.

Nach einem Stück Schotterstraße sind wir am Parkeingang angekommen, sind nochmal aufs Klo und Daniel hat das Dach wieder aufgeklappt.

Und los gings. In der Nähe vom Eingang haben sich direkt ein paar Giraffen, Zebras und Gnus getummelt.

Der Park war traumhaft schön grün. Große grüne Bäume wohin man geschaut hat. Die Straßen waren nicht so staubig wie gestern. Und dann stand vor uns eine große Gruppe Elefanten.

Sie hatten viele Kleine dabei und sind direkt an unserem Auto entlang gelaufen. Die Pfützen auf den Straßen haben sie genutzt und sich mit Wasser voll gespritzt.

Dabei waren sie total friedlich und haben sich mit ihren Ohren Luft zugefächert.

Wir sind kreuz und quer durch den Park gefahren. Zu der Wahrheit hier gehört auch, dass die Straßen vor Verkehr überquellen.

Safarifahrzeuge ohne Ende und entsprechend viele Touristen.

Der Park ist ja auch für seine Baobabs, also Affenbrotbäume bekannt und an einem besonderen Exemplar haben wir gehalten und durften in ihn hinein steigen. Innen war ein richtiger Raum, total irre, wie groß er war.

Eine Weile haben wir einer Gruppe Paviane zugeschaut, wie sie herungetollt sind und aus den Pfützen getrunken haben. Sie hatten viele Kleine dabei, was echt süß war.

Dann ging es in einer langen Schlange von Fahrzeugen zu einer Picknickstelle, von wo aus man einen tollen Blick hatte. Auch heute gab es wieder leckere Lunchboxen.

Nach dem Essen sind wir noch ein bisschen durch den Park gefahren, bevor wir ihn gegen 15 Uhr wieder verlassen haben.

Der Park hat uns richtig gut gefallen, auch haben wir keine einzige Tsetse-Fliege gesehen, vor der wir ein bisschen Respekt hatten.. Trotzdem hoffen wir, dass es sich in der Serengeti etwas mehr verläuft. Weiter ging es in Richtung Westen, vor uns ist der Lake Manyara aufgetaucht und hinter ihm eine hohe Felswand. Diese sind wir über diverse Serpentinen hochgefahren. Die Landschaft hat sich wieder komplett verändert. Rote Felder, Hügel und viele Bäume haben das Bild geprägt.

Nach einem kurzen Stopp ging es weiter zu unserer heutigen Unterkunft. Die Pamoja Farm Villa hat sehr gute Bewertungen und die sind zurecht so gut. Durch ein Tor kommt man auf einen Hof und wir wurden vom gesamten Personal empfangen. Drei Massai haben gesungen und getanzt und uns Willkommen geheißen. Durch die traumhafte Anlage mit unzähligen Bananenbäumen wurden wir auf unser Zimmer gebracht.

Und auch hier hat uns wieder ein total geschmackvolles Zimmer empfangen. Tolle Unterkünfte findet man in Afrika echt immer an Stellen, wo man sie am wenigsten erwartet. Der Tag war anstrengend und mich hat der Pool gelockt. Andi ist immer noch krank und war froh, den Tag so gut überstanden zu haben. Also bin ich alleine ins schöne kühle Nass.

Abends haben wir noch lecker gegessen, bevor wir wieder fleißig Bilder sortiert haben.

