Tansania ist toll! Wir waren schon in einigen afrikanischen Ländern, aber der Teil von Tansania, den wir gesehen haben, hat uns begeistert. Aber es ist auch kein Erholungsurlaub. Gerade der Safaripart hatte es in sich. Lange Tage, viele Erlebnisse, afrikanische Dauermassage auf den vielen ungeteerten Straßen. Dafür haben wir eine Tierdichte vor allem im Ndutu-Gebiet und in der südlichen Serengeti gesehen, die wir so noch nie gesehen haben. In Südafrika und Namibia sind wir jeweils selber gefahren und hatten dadurch auch den Austausch über Funk mit anderen Fahrern nicht. Trotzdem haben wir dort nie diese riesigen Herden gesehen. Allerdings haben wir in diesen Ländern auch nie diese Massen an Safariautos und somit Touristen gesehen. Der Bereich um Arusha lebt definitiv vom Tourismus. Mindestens die Hälfte der Fahrzeuge auf den Straßen sind die Safariautos von Toyota. Alleine unser Anbieter hat 200 Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Es ist faszinierend, was diese Fahrzeuge alles aushalten. Diese Massen an Schlaglöchern, die diese Autos meistern, würde keines unserer Autos überleben. Durch welche Schlammlöcher uns dieses Fahrzeug gefahren bzw wieder raus geholt hat, war der Hammer. Und auf schlammigen Untergrund ein anderes Auto noch genau da rauszuholen, da hätte uns vorher die Fantasie für gefehlt.

Generell waren wir auch wieder fasziniert vom Straßenverkehr. Es ist ein immerwährendes Gewusel an unterschiedlichsten Gefährten, die mit allem beladen sind, was man sich so vorstellen kann. Geht nicht, gibt’s nicht.

Dabei hat jeder sein Tempo. Wenn jemand langsam ist, fährt er links und lässt sich überholen. Es gibt kein Gehupe, jeder sucht seinen Raum, gibt diesen auch und irgendwie passt es immer. Wir haben keine bösen Gesten oder Geschimpfe gesehen, wie es in Deutschland der Fall wäre. „Hakuna Matata“, was „alles gut“ heißt, wird auch gelebt. „Pole Pole“, also „langsam langsam“ würde uns manchmal auch gut tun. Die einspurige Straße wurde manchmal auch 4 spurig, wenn man nicht noch den Rasenstreifen mit einbezogen hat. Aber immer freundlich. Wenn nichts mehr ging, wurde mal die Scheibe runter gelassen und ein „hey Wipi“- „wie geht’s“ wurde ausgetauscht. Auch in den Nationalparks hatten alle Fahrer aller Firmen ein Interesse daran, ihren Gästen ein möglichst gutes Erlebnis zu bieten. Wenn jemand Tiersichtungen hatte, wurde dies per Funk an die eigenen Kollegen, aber auch durch Zeichen und kurze Gespräche an alle anderen Fahrer anderer Firmen weiter gegeben. Keiner hat versucht, etwas geheim zu halten, sondern man hat gemeinsam gearbeitet. Unser absolutes Highlight war die Ballonfahrt über die Serengeti. Immer wieder ein Erlebnis, lautlos über die Landschaft zu gleiten und dazu noch Tiere von oben zu sehen.

Die Unterkünfte haben einfach das bestätigt, was wir von Afrika wussten. An Stellen, an denen man es nicht vermutet, erwartet einen das Paradies. Sei es ein Zeltlager mitten im nichts in der Serengeti, wo man über eine Gießkanne heißes Wasser für eine Dusche bekommen hat. Geschweige denn die unglaublich tollen Lodges, die wir wieder erleben durften. Wir sind so dankbar, so etwas erleben und uns auch leisten zu können.

Und dann das Wichtigste: die Menschen! Uns hat wieder eine Welle der Freundlichkeit überrollt. Egal, mit wem wir in Kontakt gekommen sind, die Leute waren freundlich und hatten immer ein Lächeln für einen übrig. In den Zeltlagern haben die Angestellten abends immer ein Lied gesungen, wenn jemand Geburtstag hatte. Und obwohl sie das schon so oft gemacht haben, hat es ihnen so Spaß gemacht, dass sie sich total reingesteigert und es gelebt haben.

Sansibar zum Schluß hätten wir ehrlicherweise nicht gebraucht. Zu der Ehrlichkeit gehört aber auch, dass wir aufgrund der Krankheit nicht wirklich viel von der Insel gesehen haben und ihr vielleicht Unrecht tun. Uns hat das Klima nicht gut getan und die Leute, die sonst Strandurlaub in einer riesigen Hotelanlage buchen, sind wir auch nicht…

































